Pekannuss

Dt.: Pekannuss; engl.: pecan; frz.: noix de pécan

In Nordamerika kennt sie jedes Kind, bei uns muss sich die Verwandte der Walnuss ihren Stammplatz in der Küche erst noch erobern. Also nichts wie ran an die Pekannuss! Denn sie verfeinert sowohl pikante Gerichte als auch Süßspeisen.

Geschichte

Der Pekannussbaum ist der wichtigste Nussbaum in Nordamerika. In Texas wurde er sogar zum offiziellen Staatsbaum erklärt. Denn er verträgt bis zu –20 °C Kälte und sicherte den dortigen Indianern das Überleben. Durch den Verzehr der nahrhaften Früchte überstanden sie früher auch eisige Winterzeiten. Die Indianer tauften die leckeren Nüsse auf den Namen „Pakan". Das bedeutet übersetzt „krachende Nuss".

Nach Ankunft der weißen Siedler dienten die vielfach geschätzten Nüsse dann als Tauschware. Erst um 1761 wurden Pekannüsse nach England exportiert. Bis Mitte des 18. Jahrhunderts ließ man die Bäume wild wachsen oder hielt einzelne in Gärten. Ab 1870 wurde der Pekannussbaum kultiviert.

Herkunft

Hauptsächlich wird die „amerikanische Walnuss“ im Süden der USA und in Mexiko angebaut. Mittlerweile kultiviert man die Nuss aber auch in Australien und Südafrika.

Lagerung & Aufbewahrung

Frische und ungeschälte Pekannüsse sind bei kühler und trockener Lagerung bis zu 1 Jahr haltbar. Gut gekühlt bleiben geschälte Kerne bis zu 6 Monate frisch. Abgepackte Pekannüsse halten sich in der verschlossenen Originalverpackung ebenfalls lange.

Gesundheit & Wirkung

Ein regelmäßiger Verzehr von Pekannüssen wirkt sich positiv auf die Darmtätigkeit und den Blutdruck aus. Ärzte empfehlen den Genuss der Kerne auch unterstützend zur Bekämpfung der Zuckerkrankheit Diabetes.

Nährwerte

Die Pekannuss ist extrem nahrhaft. 100 g Nüsse entsprechen etwa 700 Kalorien. Die ungesättigten Fettsäuren betragen über 70 %. Hinzu kommen 12 g Kohlenhydrate. Außerdem sind Kalzium, Kalium, Eisen, Magnesium, Phosphor enthalten sowie die Vitamine B1, B2 und E.

Verwendung

In Amerika hat die Pekannuss eine lange Tradition. Unzählige Leckereien von der Füllung für den Thanksgiving-Puter über Cremes und Desserts bis hin zu Eiscreme und Salaten werden damit zubereitet.

Besonders gut eignen sich Pekannüsse zum Backen. Ein Klassiker der US-Küche ist zum Beispiel der Pecan Pie. Aber man kann mit den Kernen auch wunderbar Köstlichkeiten wie Zimtschnecken oder Hefezöpfe zubereiten.

Die schmackhafte Nuss harmoniert vortrefflich mit den meisten Käsesorten und passt ebenso hervorragend zu pikanten Gerichten wie Truthahn, Huhn und Gans. Für Freunde von pflanzlichen Fetten und Ölen ist das Pekannussöl sehr zu empfehlen. Dieses hat ein intensives Walnussaroma und passt wunderbar zu Salaten, Fleisch und Fisch.

Saison

Pekannüsse sind ein typisch herbstlicher Genuss. Ihre Erntezeit startet im Oktober und reicht bis in den Dezember. Entsprechend bekommt man bis etwa Februar oder März frische Nüsse.