Schon die Dinosaurier sollen den Jackfruchtbaum mit seinen überdimensional großen Früchten gekannt haben. Damit zählt er mit einem geschätzten Entstehungsalter von ca. 110 Millionen Jahren zu den ältesten Obstbäumen der Erde.
Seine Heimat hat der Jackfruchtbaum in Vorderindien. Portugiesische Seefahrer verbreiteten die Frucht im 16. Jahrhundert im gesamten Südostasien, weshalb sie heute überall in den Tropen zu finden ist. Die Hauptanbaugebiete dieser außergewöhnlichen Pflanze sind Südostasien, Afrika, Jamaika und Südamerika.
Unreife Jackfrüchte können problemlos bis zu 10 Tage bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden. Reife oder angeschnittene Früchte sollten gekühlt gelagert werden.
Der Goliath unter den Früchten hat einiges zu bieten. Der hohe Anteil an Kalzium stärkt Zähne und Knochen, ebenfalls wird ihm eine verdauungsfördernde Wirkung zugesprochen.
Doch auch die Kerne sind nicht zu verachten: Sie enthalten wichtige B-Vitamine, Magnesium und Eisen.
Auch im Bereich der Nährwerte sticht die Jackfrucht unter den „handelsüblichen“ Früchten heraus, denn ganz untypisch für eine Frucht, enthält sie besonders viel Stärke. Dies macht sie in Ihren Herkunftsländern als Reis-Ersatz zu einem Grundnahrungsmittel.
100 g Jackfrucht enthalten 43 Kalorien, 1 g Eiweiß, 8 g Kohlenhydrate, aber lediglich 1 g Fett. Ein echter Sattmacher!
Nicht umsonst wird die Jackfrucht auch als „Gemüsefleisch“ bezeichnet. Das Fruchtfleisch hat unreif hat eine ähnliche Konsistenz wie Hähnchenfleisch und bereichert damit als Fleischersatz die Veggie-Küche: Zum Beispiel in einem fruchtig scharfen Curry oder Wokgericht. Reifes Fruchtfleisch schmeckt saftig-süß nach Banane und Feige und findet somit als köstliches Sorbet, vitaminreicher Smoothie oder exotische Marmelade seinen Weg auf die Teller der Feinschmecker.
Als sogenannte Scheinfrucht haben es auch die Kerne (die eigentlichen Früchte) der Jackfrucht in sich. Sie schmecken nussig mild nach Maronen und werden leicht gesalzen und frisch geröstet zu einer tollen Knabberei!
Die Jackfrucht ist beinahe ein Ganzjahres-Allrounder, denn je nach Ursprungsland kann sie von Januar bis Juni und von September bis Dezember geerntet werden.